Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten arbeitsbedingten Erkrankungen. Das gilt beileibe nicht nur für Ältere, auch die Zahl der betroffenen Jugendlichen wächst ständig. Verursacht werden diese unter anderem durch falsches Tragen oder Heben. Doch nur selten lässt sich eine konkrete Ursache wie ein Bandscheibenvorfall feststellen, so das Forum Schmerz im Deutschen Grünen Kreuz (DGK).
Nehmen Sie Ihren Kollegen erst einmal übermässige Ängste oder Sorgen beim Thema «Rückenschmerzen». Denn das Forum Schmerz sagt: Über 90 Prozent der Beschwerden sind nicht behandlungsbedürftig und verschwinden meist nach ein paar Tagen.
Der häufigste Grund dafür seien Muskelverspannungen. «Bei der langfristigen Vorbeugung geht es in erster Linie um die aktive Bewältigung der körperlichen und mentalen Auslöser», so Dr. Dietmar Krause vom DGK.
Ein Grund mehr, für ein gutes Betriebsklima zu sorgen, in dem «Überarbeitung» und «krank machender Stress» Fremdwörter sind!
Eine reale Gefahr ist aber das wiederholte Bewegen schwerer Lasten. Solche Fehlbelastungen machen sich dabei oft erst nach Jahren, wenn nicht nach Jahrzehnten bemerkbar. Um solche Probleme zu vermeiden, ist Aufklärung das A und O.
Ausser durch mentale Ursachen werden Rückenschmerzen vor allem durch folgende Faktoren ausgelöst:
mangelnde Bewegung und daraus resultierendes Übergewicht
falsche Körperhaltung
einseitige Dauerbelastung wie langes Sitzen und Stehen
chronische Erkrankungen wie Rheuma und Osteoporose
und eben auch falsches Bücken, Heben und Tragen
Deshalb: Sensibilisieren Sie die Arbeiter und Angestellten in Ihrem Betrieb von vornherein für die vielen möglichen Gründe für einen schmerzenden Rücken. Gerade – aber eben nicht nur – ältere Arbeitnehmer müssen aufpassen und unnötige zusätzliche Belastungen vermeiden.
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Schwere Lasten vermeiden: Die eigene Kraft nicht überschätzen und Lasten lieber aufteilen und in mehreren Teilen transportieren. Nicht teilbare schwere Lasten zu zweit tragen.
Hilfsmittel verwenden: Wann immer es möglich ist, sollten Hilfsmittel wie hydraulische Hebehilfen, Tragegurte, Tischwagen oder Hubkarren zum Transportieren schwerer Lasten genutzt werden.
Sich körperlich fit halten: Nicht zuletzt spielt natürlich auch die allgemeine körperliche Fitness eine grosse Rolle bei der Prävention von Muskel-Skelett-Erkrankungen. Regelmässige Bewegung und eine ausgewogene Ernährung fördern die Gesundheit und Fitness des Körpers.
Richtige Körperhaltungen beachten!
a) Beim Heben von Lasten: Befindet sich die Last auf dem Boden, in die Hocke gehen, Rücken gerade halten, beide Arme ansetzen, Bauch einziehen, Rückenmuskeln anspannen und gleichzeitig aus den Beinen und dem Oberkörper die Last anheben. Lasten nie ruckartig heben.
b) Beim Tragen von Lasten: Die Last auf Bauchhöhe bringen und eng an den Körper ziehen. Beide Körperseiten gleichmässig belasten. Während des Tragens Schultern unten lassen, Bauch einziehen und nicht zu weit nach hinten lehnen.
Pausen richtig nutzen: Pausen sind wichtig, um Energie zu tanken, die Konzentration wieder zu erhöhen und neue Motivation zu sammeln. Diese Aussage ist leicht nachvollziehbar und auch schon lange bekannt. Trotzdem werden in den Unternehmen immer noch viel zu selten Pausen richtig gestaltet.
Balance statt Burn-Out: Zweifellos ist die berufliche Tätigkeit wichtig, um sich selbst zu verwirklichen und um die eigenen Kenntnisse und Begabungen in die Welt zu bringen. Erfolg macht Spass und fordert mehr. Doch auch das Privatleben, die Partnerschaft und die Familie benötigen Zeit. Entscheiden Sie zeitnah, wie viel Sie dafür übrig haben wollen.
Gleichstellung im Unternehmen: Frauen an die Spitze: Wollen auch Sie keinen Trend im Human Resource Management verpassen? Wir stellen Ihnen hier in unregelmässigen Abständen interessante Beiträge aus dem topaktuellen Jahrbuch Human Resource Management 2011 vor. Die Herausgeber der Fachhochschule Nordwestschweiz sowie ein prominentes Autorinnen- und Autorenteam garantieren Fachkompetenz und Praxisrelevanz. Im Fokus heute: Frauen an die Spitze!